Wie Unternehmen Resilienz als Strategie in Krisenzeiten nutzen können

By Juliane Rahmel  -  Nov 11,   2020

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Die anhaltende, weltweite COVID-19-Pandemie hat die Wirtschaft weiterhin fest im Griff. Mit dem plötzlichen Ausbruch des Viruses im Frühjahr 2020 mussten Unternehmen extrem kurzfristig reagieren und viele maßgebliche Entscheidungen innerhalb kürzester Zeit fällen. So mussten Sie sich zum Einen um ihre Mitarbeiter und die interne Organisationsstruktur kümmern, gleichzeitig das Tagesgeschäft und die Kundenbeziehungen aufrecht erhalten. Eine ungeheure Kraftanstrengung für alle Beteiligten, für manche Unternehmen sind diese Herausforderungen gar zu groß und der Anfang vom Ende. Krisen wie diese oder andere wie die Wirtschaftskrise 2009 können im Laufe der Zeit immer wieder auftreten. Damit Unternehmen auch in den schwersten Zeiten betriebs- und wettbewerbsfähig bleiben, sollten sie eine Resilienz mit nachhaltiger Wirkung aufbauen. In diesem Artikel geben wir Ihnen einige Tipps, wie Sie Ihr Unternehmen widerstandsfähiger und zukunftssicherer gestalten können.

 

Mitarbeiter befähigen und im Change-Prozess begleiten

Ihr Team ist Ihr Kapital. Das ist nicht nur eine Floskel, sondern gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie wichtig Teamführung und -zusammenhalt sind. In Zeiten größter Unsicherheit über die persönliche und finanzielle Zukunft brauchen die Mitarbeiter die Bestätigung des Gegenteils: Eine starke Führung, die Sicherheit zurückgibt und Kontrolle über die aktuelle Situation suggeriert. Ebenso wird ein offenes Gehör gebraucht, um sich den geänderten Bedürfnissen und neuen Problemstellungen der Mitarbeiterschaft zu widmen. Sobald Sie sich mit Ihren Mitarbeitern auf die neue Situation eingestellt und gegebenenfalls Prozesse umgestellt und neue Tools eingeführt haben, um die Situation wie z.B. im Home Office zu meistern, gilt es, den Bedarf an Trainings und Weiterbildungen zu prüfen. Wenn Sie an diesem Punkt sind, befinden Sie sich bereits inmitten eines Change-Prozesses. Und um dabei niemanden auf der Strecke zu lassen, ist die Mitarbeiterbefähigung und die persönliche Betreuung in diesem Prozess der Kern für ein funktionierendes, digital gut aufgestelltes Team, das auch in Krisenzeiten gut zusammen agieren wird.

 

Agilität und Flexibilität in allen Bereichen fördern

Umso größer das Unternehmen, desto komplexer und langwieriger sind Strukturen und Entscheidungsprozesse. Diese festen, standardisierten Prozesse suggerieren kurzfristig zwar die Sicherheit, es wird schon irgendwie weitergehen. Dennoch ist ein solches Konstrukt unbeweglicher und weniger adaptiv zu den sich im ständigen Wandel begriffenen Rahmenbedingungen in einer Krise. Die richtige Balance zwischen festen, standardisierten Prozessen und gewissen Freiräumen für kurzfristige Änderungen oder Entscheidungen ist hierbei der Schlüssel, um auch in Krisensituationen agil und handlungsfähig zu sein. In diesem Kontext stößt man auch auf starre Hierarchien wie z.B. in Konzernstrukturen üblich, die erst einmal überwunden werden müssen. Solche Hürden können Unternehmen im Ernstfall erheblich ausbremsen, sodass womöglich Chancen an ihnen vorbeiziehen, die sie nicht rechtzeitig ergriffen haben. Bauen Sie stattdessen besser auf eine agile und flexible Unternehmenskultur, die sich an veränderte Bedingungen schnell anpassen kann. Wichtig dabei: Agilität ist kein Zertifikat eines Lehrgangs oder ein Buch. Agilität ist eine Einstellung zum Arbeiten und fängt beim Denken an.

 

Neue Aufgabengebiete erkennen und Wachstumschancen ergreifen

Wenn Sie Ihr Geschäft durch die Krise nicht mehr wie gewohnt weiterführen können, bisherige Vertriebskanäle nicht mehr oder nur noch eingeschränkt funktionieren und Sie sich grundsätzlich fragen, wie es weitergehen soll, behalten Sie einen kühlen Kopf und überlegen Sie, was genau in der Zukunft wohl nicht mehr funktionieren wird. Analysieren Sie das Problem und definieren Sie mögliche Lösungsansätze, wie z.B. die Entwicklung neuer digitaler Services und Geschäftsbereiche. Sehen Sie in all den neuen Problemen, die sich Ihrem Unternehmen in einer Krisensituation offenbaren, Chancen, Ihr Geschäft ins nächste Level zu befördern. Genau an diesen Problemen werden auch Ihre Mitstreiter arbeiten. Verpassen Sie Ihre Chance nicht.

 

Kundenbeziehungen und Vertriebskanäle überdenken

Womöglich waren Sie auch schon vor der Corona-Pandemie digital bestens aufgestellt und verfolgten unternehmensweit eine Digitalstrategie. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist es jetzt jedoch an der Zeit, eine Digitalstrategie 2.0 zu entwickeln - gegebenenfalls auch mit externer Beratung. Sind Ihre Vertriebskanäle in der gewohnten Form auch weiterhin ertragsfähig? Können Sie Ihre Kunden- und Partnerbeziehungen in gleicher Qualität wie vor der Krise pflegen, auch wenn Sie geschäftlich deutlich weniger reisen? Wie viele Geschäftsreisen sind mit Berücksichtigung der COVID-19-Pandemie verantwortbar? Wie müssen Meetings mit Video-Calls geführt werden, damit sie ebenso effektiv wie persönliche Treffen sind? Diese Fragen sollten Sie sich und Ihrem Team einmal stellen, um die Situation in Ihrem Unternehmen zu evaluieren.

 

Das richtige Mindset: Veränderungen als Chance sehen

Wie bereits beschrieben, ist das richtige Mindset des Unternehmens, also die Kultur, ausschlaggebend für die Resilienz Ihres Unternehmens in Krisenzeiten. Unternehmenskultur muss allerdings gelebt werden, nicht nur in der Theorie bestehen. Vorgesetzte und Mitarbeiter, die sich und Geschäftsprozesse nicht verändern wollen, um sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen, kann man auch nicht zwingen. Führungskräfte, die auf die strenge Einhaltung der hierarchischen Ordnung und der von Ihnen vor Jahrzehnten eingeführten Prozesse bestehen, werden wohl nicht die nächste agile Taskforce im Unternehmen leiten, um das Unternehmen sicher durch die Krise zu lenken. Eines ist jedoch aus der Erfahrung der vergangenen Krisen gewiss: Es gibt immer Gewinner und Verlierer solcher Veränderungsströme. Sie entscheiden jedoch selbst, zu welcher Gruppe Sie gehören werden.

 

Den richtigen Fokus setzen und sich von Zeitfressern befreien

In zahlreichen Business-Ratgebern haben Sie bestimmt bereits gelesen, dass es hilft, sich einen klaren Fokus für seine Ziele zu setzen, damit Sie sie auch erreichen können. Zum Glück leben wir in einer Zeit, in der uns ein riesiges Angebot an Technologien zur Verfügung steht, das uns dabei hilft, damit wir uns auf diesen Fokuspunkt konzentrieren können. Durch Digitalisierung und Automatisierung können Sie in der Buchhaltung z.B. erheblich viel Zeit einsparen. Zusätzlich vermeiden Sie bei Technologie-gestützten Prozessen unschöne Fehler und Ihre Mitarbeiter werden entlastet, sodass auch Sie sich verstärkt auf sich, ihre Arbeitsweise und die in der Krisensituation wirklich wichtigen Aufgaben konzentrieren können. Als Arbeitgeber und Vorgesetzte sollten Sie insbesondere jetzt Ihre Ressourcen so effizient wie möglich einsetzen, um so effektiv wie möglich zu arbeiten.

 


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Juliane Rahmel

Juliane ist seit Juli 2020 Senior Marketing Manager bei Circula und verantwortet damit auch das Content Marketing des Startups. Vorher hat sie als Beraterin und Strategin in Marketingagenturen zahlreiche Kunden in der B2B- und B2C-Kommunikation betreut.